Shalom, liebe Freunde!
In diesen Tagen wird wieder viel Post geschrieben! Die Feste häufen sich und jeder von uns ist mit Feierlichkeiten beschäftigt. Zum Beginn des jüdischen Chanukkafestes saßen wir als Familie an unserem großen Wohnzimmertisch und Klaus zündete die erste von 9 Kerzen an. Wir erzählten (etwas holperig) unserem Sohn Jonathan Jim die Geschichte vom Lichtwunder im jüdischen Tempel zur Zeit der Makkabäer. Der Tempel war besetzt und wurde von den jüdischen Bewohnern wieder zurückerobert. Man hatte noch genau für einen Tag Öl für die Menorah und benötigte aber acht Tage, um neues Öl für den Leuchter herzustellen. Gott sorgte durch ein Wunder dafür, dass die eine Portion für einen Tag ganze acht Tage brennen konnte, bis genug Öl für alle anderen Kerzen vorhanden war. So entstand das Chanukkafest, das auch Jesus feierte.
Einen Tag später feierte Klaus seinen 47. Geburtstag. In kleiner bescheidener Runde aßen wir Kuchen und hatten den Nachmittag für Weihnachtseinkäufe genutzt. Aber das ist ja nur der SCHLUSS des Jahres! Seit unserem letzten Rundbrief sind viele Monate vergangen und viel geschehen; sehr viel.
Frühling 2010
In unserer Familie ging es spannend zu. Ich hatte mich inzwischen von den Anstrengungen des Jahresausklanges 2009 erholt und war fleißig dabei mich um eine neue Arbeitsstelle zu bemühen. In meinem Herzen aber machte ich daraus keinen Kraftakt; denn ich durfte auf einen Stapel an Stellenangeboten zurückgreifen. Erinnert ihr Euch? Ich sollte eigentlich bei der Stadt München beginnen können, jedoch hatte die Stadt nach drei Monaten Einstellungsverfahren Aufgrund des Gesundheitsgutachtens dann doch gesagt, dass ich nicht genommen würde. Ich hatte an einigen anderen Stellen schon Bewerbungen laufen. Klaus war nach wie vor im Parkhaus tätig und arbeitete hart. In den vielen Wochen bis Ende Mai machten wir uns daran unser Wohnzimmer zu renovieren. Es wurde eine komplette Umgestaltung. Das Endergebnis lies sich sehen: Ein sehr großer, stabiler Tisch steht nun im Zimmer und sehr viel unseres Familienlebens findet nun in diesem Raum statt. Wir machen praktisch alles in diesem Raum: Essen, Schreiben, Basteln, Lesen, Spielen, Feiern. Doch bevor unser Tisch kam feierten wir noch das Pessachfest. Diesmal gibt es nur ein Foto von diesem Ereignis; da waren noch keine Gäste da. Tja, und dann ging es sehr schnell:
Exkurs: Tanja bekommt eine neue Arbeitsstelle…
Ich hatte ein Stellenangebot vom Arbeitsamt erhalten zu einer Krankheitsvertretung in einem Katholischen Kindergarten. Der Vertrag war befristet bis zum 31.08.2010. In meinem Herzen war ich weder scharf darauf eine Krankheitsvertretung zu machen, noch einen befristeten Vertrag zu bekommen. Jedoch sagte ich mir, dass ich dann wenigstens für drei Monate etwas hätte und gleichzeitig mich nach einer anderen vollen Stelle umsehen könnte. So ging ich zum Vorstellungsgespräch. Mir begegnete eine fröhliche, motivierte Leiterin, die mich mit ihrer offenen und unkomplizierten Art beeindruckte. Und in kürzester Zeit hatte ich diese Stelle. Ich Lobe und Preise Jesus jeden Tag für diesen Arbeitsplatz! – DAS hätte ich mir selbst niemals aussuchen können. Von der Art und der Arbeitsweise war ich begeistert. Man gab mir 100% Vertrauen, ich durfte meinen Arbeitsbereich komplett selbstständig aufbauen, denn ich wurde als Fördererzieherin eingestellt (hatte also noch nicht so viel Verantwortung) und startete voll durch. Ich genoss es meine Vorschläge anzubringen und zu hören: „Ja! Das mach so, das ist gut!“ – Trotzdem war in diesem Anfang (seit 01.06.) mächtig viel zu stemmen. Alles ist neu: neue Menschen, neue Handlungsabläufe und, und, und. Oft kam ich fix und fertig nach Hause; aber überglücklich! Schon nach kurzer Zeit bedauerte ich, dass ich diesen Vertrag eigentlich nicht halten könnte; wenn…ja wenn… Um in einem katholischen Kindergarten bleiben zu können müsste ich wieder einer der großen Kirchen angehören. Ich entschied also kurzerhand wieder in die Evangelische Kirchen einzutreten; denn ich wollte alles mir mögliche tun, um diese Stelle eventuell behalten zu können. Gott schenkte sehr viel Gnade, so dass ich tatsächlich bleiben durfte. Nach nur 6 Wochen fragte mich die Leiterin, ob ich mir denn vorstellen könne die Gruppenleitung der einen Gruppe zu übernehmen. Ich zögerte nicht lange und griff zu. So kam es dann, dass ich eine Vertragsverlängerung bekam. Die Gruppe musste neu strukturiert werden. Auch hatte ich hier den kompletten Verwaltungsaufwand der Gruppe zu übernehmen, der mit Beobachtungen und Berichte verfassen, Elterngespräche führen und die pädagogischen Inhalte formulieren neu anzueignen war. Preis sei Gott! Er hat täglich so viele Wunder geschenkt, so dass ich heute noch staune dort zu sein.
Sommer 2010
Jonathan Jim ging es gut, doch seine häufigen Erkältungen und die angeborene leichte Hörbeeinträchtigung sollten nun im Juli per OP verbessert werden. So hatte Jonathan Jim dann seine OP im Klinikum des Dritten Ordens in München und bekam einen Schnitt ins Trommelfell. Er hatte letztlich kein Röhrchen eingesetzt bekommen, denn es war zu wenig Flüssigkeit hinter dem Trommelfell. Die Heilung verlief rasch und unkompliziert.
Noch vor der OP besuchten Jonathan Jim und ich im Abstand von zwei Tagen mit unseren jeweiligen Kindergärten (J.J. mit seinem, ich mit meinem) den Indoorspielplatz „Jimmys Funpark“ in der Nähe von Augsburg. Dieser Spielplatz ist in einer großen Halle und hat viele spannende Spielangebote. Ohne Gefahren können die Kinder dort toben, laufen, klettern und rutschen. Es ist eine wahre Pracht: und super laut! Uns hat es dann so gut gefallen, dass wir als Familie gleich noch einmal dort hingefahren sind.
Höhepunkte im Jahr
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Posaunenchor Mit der neuen Arbeitsstelle zusammen wechselte ich den Posaunenchor und bin nun in der Nähe des Arbeitsplatzes und Wohnortes im Chor der „Evangeliumskirche-Versöhnungskirche“/ Harthof. Am Anfang des Jahres hatten wir die jährliche Fortbildung und im Oktober feierten wir das 50 Jährige Bestehen des Chores! Im Herbst befand ich mich auf dem Labenbachhof in der Nähe von Ruhpolding. Dort findet unsere jährliche Wochenendfreizeit mit vielen Probeneinheiten statt. In diesem Jahr saß ich noch mit einem lieben Mitbläser zum Windbeutelessen zusammen, von dem ich später erfuhr, dass er kurze Zeit nach dem Wochenende plötzlich verstorben sei. Das hat mich sehr bewegt. |
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Besuch in Buchholz Anfang des Jahres habe ich mit Jonathan Jim zusammen meine Freundin in Buchholz in der Nordheide (das ist ebbes süd-westlich von Hamburg) besucht. Jonathan Jim fand ja das Eisenbahnfahren so toll, dass er noch heute davon spricht zu „Hanna“ zu fahren. Den Wunsch werden wir erfüllen: Ende des Jahres werden wir unseren 14 tägigen Urlaub dort in einer Ferienwohnung verbringen und die Freundin und auch die Familie in Schleswig-Holstein besuchen fahren. |
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Messianisches Der Ökumenische Kirchentag im Mai des Jahres war ein starkes Zeugnis für den Herrn! Wir haben davon berichtet. Klaus hat stundenlang Zeugnisse gegeben und viele Fragen zur Messianischen Bewegung beantwortet. Im Juli des Jahres begrüßten wir zwei Reisegruppen aus Norwegen in München, die auf „den Spuren der Juden“ in der Stadt waren. Den Reiseleitern war es wichtig, dass auch etwas von Messianischen Juden berichtet würde und so konnten Klaus und ich an zwei Abenden Predigen und messianische Lobpreismusik machen. Gleich einer Berghütte fühlen sich unsere Shabbatabende in der Familie an. Nicht selten kommen zu uns interessierte, die Fragen haben. Es sind Suchende, die auf ihrem geistlichen Weg auch etwas von diesem Feld wissen möchten. Gerne sind sie Willkommen und werden aufgenommen. Auch dort spüren wir als Familie den Segen Gottes! – Oft kommt mir der Dienst so klein und unbedeutend vor, doch ich bin guter Zuversicht, dass „steter Tropfen auch den Stein aushöhlt“. |
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Abschiede Mit dieser wunderschönen Nachtaufnahme, die ich von unserer Kreuzung im Internet gefunden habe berichten wir nun von Abschieden. Abgesehen von dem lieben Mitbläser, der im Oktober verstarb, mussten wir uns von unserem Kater Brummel trennen. Viele von Euch wussten, dass er uns mächtig viele Probleme machte. Das hatte nun seinen Höhepunkt erreicht und ich lies ihn einschläfern – er war ziemlich krank. Klaus verabschiedete sich nach vielen Jahren vom Parkhaus und hörte zum 31.09. auf. (dazu später noch mehr) |
Herbst und Winter
Bei aller Freude, dass mein Vertrag verlängert wurde gerieten Klaus’ Pläne mächtig durcheinander. Ende August bekam Klaus auf dem linken Ohr einen Hörsturz, der mit dem kompletten Hörverlust des Ohres einherging. Klaus kam ins Krankenhaus und wurde schnell operiert. Kurz vor Beendigung des gekündigten Vertrages arbeitete er noch einige Tage im Betrieb und ging dann in die Arbeitslosigkeit. Seine Pläne bestanden darin, dass er den Taxiführerschein machen wollte, um dann nachts zu fahren und in einigen Stunden des Tages an der Universität München seinen Abschluss in Hebräischer Sprache nachzuholen.
Klaus möchte gerne Promovieren und benötigt dazu die alte Sprache, um seine wissenschaftlichen Forschungen genau durchführen zu können. Die starke Hörbeeinträchtigung beeinflusst auch das Sprachverhalten von Jonathan Jim. Es ist nun beiden Männern eigen zwei oder drei Mal nachzufragen, was gesagt wurde. Ich selbst habe manchmal Mühe damit, dass Klaus weniger gut hören kann und muss mich immer wieder daran erinnern. Durch dieses unvorhergesehene Ereignis hat das Arbeitsamt Klaus Arbeitslosengeld zugesprochen und so müssen wir Finanziell nicht ganz so stark knapsen. Auch in dem Punkt DANKEN WIR DEM HERRN: ER HAT UNS NOCH NIE UNVERSORGT GELASSEN! Gerade heute sitzt Klaus nun an seinem Lernpensum zum Taxiführerschein. Er schreibt Unmengen an Lernkarten mit Straßennamen und möchte im Januar 2011 die Prüfung ablegen.
Jonathan Jim freut sich sehr über den Schneeeinbruch, der auch München weiß gemacht hat.
So…und nun sage ich schon einmal: „Frohes Neues Jahr!“; denn Klaus hat „das letzte Wort“.
Das letzte Wort (von Klaus Burckhardt)
Oft sind wir in diesem Jahr nicht dazu gekommen den Rundbrief zu schreiben. Es gab einiges Neues, aber davon hat Tanja berichtet. Unser Wohnzimmer ist neu eingerichtet und während ich diese Zeile schreibe läuft die Spülmaschine. Nach fast zehn Jahre, die Tanja hier wohnt und sieben Jahre Ehe, sowie dass JJ viereinhalb Jahre alt geworden ist, haben wir uns diese Spülmaschine geleistet. Das Wohnzimmer hat jetzt einen großen Tisch an dem (unausgezogen) 12 Personen Platz haben. Zurzeit ist ja auch noch Chanukka und im Advent bereiten wir uns auf die Ankunft unseres Messias Jesus vor.
Teilweise wird es ganz vergessen, was es mit Weihnachten auf sich hat. Bei unserm Sohn kann ich das verstehen. Adventskranzkerzen, die brennen und auch wieder ausgepustet werden dürfen, die Spannung beim Playmobil - Adventskalender, die wichtigste Tür mit Dinosaurier (Drachen) durfte heute noch nicht geöffnet werden. Nein, heute ist noch nicht Nikolaus, sondern erst mein Geburtstag. Und bis Weihnachten ist es noch so laaaaaaaaaange hin.
Ja, dann gibt es jene, die Advent und Weihnachten als nicht biblisch empfinden. Wo bitte finden wir in der Bibel eine Beschreibung von diesen Zeiten? Oder wo finde ich in der Bibel die Beschreibung, dass an Erev Shabbat zwei Kerzen anzuzünden sind, und die ganzen Segnungen? Wie kann Jom Kippur ohne Tempel gefeiert werden?
Nein, Chanukka, Advent, Shabbat und Weihnachten sind Zeiten, die uns an Gottes großen Taten erinnern sollen. Diese Liste ist bei Weitem nicht vollständig.
Chanukka, die Erinnerung an die Wiedereinweihung des Tempels, kann uns mahnen uns zu fragen: Wie sieht es in unserem inneren Tempel aus? Durch die Wiedergeburt sind wir Tempel des Heiligen Geistes! (1. Kor 3: 16)
Bis zum 16. Dezember ist die Adventszeit, davon geprägt uns zu mahnen, dass der HErr einst wiederkommt. Haben wir genug Öl vorrätig oder brauchen wir ein persönliches Chanuckawunder, dass das Öl des Heiligen Geistes sich bei uns vermehrt.
Shabbat, kann gerade in der Vorweihnachtszeit uns daran erinnern Ruhephasen einzulegen. Damit die stille Zeit sich nicht in Hektik verliert und wir uns der Machterweise Gottes erinnern.
Höhepunkt des Erinnerns ist das Fest der Geburt unseres HErrn und Messias Jesus. Vergessen wir nie, Jesus ist wahrer Gott und wahrer Mensch. Und nur weil Er beides ist konnten wir erlöst werden. Mit der Menschwerdung GOTTES begann unsere Erlösung.
So wünschen wir Euch ein schönes Chanukkafest, eine besinnliche Adventszeit, gesegnete Weihnachten und massel tov im Jahr 2011!
Klaus, Tanja und Jonathan Jim
